Interview mit einem erfolgreichen Ebertsheimer/Rodenbacher (3)

Elektrogeschäft Sprenger

Frage: Am 1.Oktober 1982 wurde die Firma Elektro-Sprenger in Rodenbach gegründet und 1984 mit einem Ladengeschäft ergänzt. Was war der Grund für die Gründung:
Meine Erfahrungen in dem vorherigen Betrieb, in dem ich arbeitete, führte zu der spontanen Überlegung eine eigene Firma zu gründen und mein eigener Herr zu sein. Das alles ist aber nur möglich gewesen, da meine Ehefrau Judith von Anfang an diese Entscheidung mitgetragen hat und mich bis zur Übergabe an meinen Sohn tatkräftig unterstützte.

Frage: Erläutern Sie einmal die Aktivitäten Ihres Unternehmens:
Elektroinstallation in gewerblichen, kommunalen und privaten Bereichen, Fotovoltaikanlagen, Verkauf von Haushalts- Elektro- und TV-Geräten mit umfangreichem Service und Kundendienst.

Frage: Wie erklären Sie den Erfolg Ihres Unternehmens?
Wir verkaufen nicht nur, sondern wir bieten eine qualifizierte Beratung sowie einen zuverlässigen und schnellen Kundendienst. Wie halten unser Versprechen, die Kunden können sich auf uns verlassen. Dass dies belohnt wird, zeigt sich daran, dass wir Kunden weit über die Grenzen unserer Verbandsgemeinde hinaus haben, die uns trotz vieler Mitbewerber die Treue halten.

Frage: Wie viele Arbeitsplätze haben Sie schaffen können und wie ist Ihr Umgang mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
In unserer Hochkonjunktur hatten wir bis zu 37 Beschäftigte, zurzeit sind es 12.
Rund 40 Auszubildende konnten bei uns ihren Beruf erlernen und sich auf ihren Berufsweg vorbereiten.
Die Mitarbeiter nehmen auf Kosten der Firma an Weiterbildungsmaßnahmen teil.
Der familiäre Umgang untereinander ist für uns Firmenphilosophie und hat bis heute Wirkung gezeigt. Beispiel dafür ist, dass unsere Mitarbeiter schon über viele Jahre hinweg bei uns beschäftigt sind. Unser Kundendiensttechniker für weiße Ware war der 2. Auszubildende in unserem Betrieb und arbeitet bereits seit 28 Jahren in unserer Firma.

Frage: Wie schätzen Sie die Zukunft Ihres Unternehmens ein
Wir müssen uns ständig auf dem neuesten Stand halten und dürfen keine Entwicklung verschlafen. Die Besuche von Fachausstellungen und sonstige Weiterbildungsmaßnahmen sind eine Selbstverständlichkeit. Unsere Erfolgskriterien - qualifizierte Beratung, zuverlässiger und schneller Kundendienst, Ehrlichkeit gegenüber unseren Kunden und Partnern - werden wir weiterhin beibehalten.

Frage: Wie fühlen Sie sich in unserem Dorf:
Wir fühlen uns in Rodenbach und Ebertsheim wohl, wobei es immer erforderlich ist, sich dem Umfeld anzupassen – wie man in den Wald hineinruft, schallt es zurück.

Frage: Herr Sprenger, Sie haben das Geschäft nun am 1.März 2010 Ihrem Sohn Christian übergeben, der fast genau so alt ist wie Ihr Geschäft. Er hat sein Handwerk in Kaiserslautern und auch bei Ihnen gelernt. Was werden Sie nun tun?
So ganz ohne meine Arbeit kann ich natürlich nicht sein, dafür ist sie mir zu sehr ans Herz gewachsen. Ich werde meinem Sohn unterstützend und beratend auch weiterhin zur Hand gehen und dabei allerdings darauf achten, dass ich seine Freiheit dabei nicht einschränke, er ist jetzt der Chef der Firma.

Frage: Meine Herren, wenn Sie einen Wunsch frei hätten, was würden Sie sich wünschen?
Rudolf Sprenger: Gesundheit und das Wohlergehen meiner Familie.

Christian Sprenger: Dass das Geschäft so weiter läuft wie bisher und dass es meiner Familie gut geht.

Danke für das Gespräch.

Familie Sprenger in ihrem Geschäft in Ebertsheim
(Christian Sprenger mit Lebensgefährtin Jennifer Wendte, Judith und Rudolf Sprenger)