Grubenweg

In der Hochzeit des Sandsteinabbaues im 18. und 19.Jahrhundert waren bis zu 7 Sandsteinbrüche in Ebertsheim genutzt worden. Viele Steinmetze kamen von außerhalb und siedelten sich in Ebertsheim an. Bis zur Blütezeit der Papierfabrik (gegründet 1861) waren die Sandsteinbrüche der Haupterwerb für viele Ebertsheimer. Das Arbeiten mit dem Sandstein war Jahrhunderte lang ein wichtiger Broterwerb für die Bürger und die Berufe Steinbrecher, Steinhauer und Steinmetze haben auch das damalige Ortsbild geprägt. So ist dokumentiert, dass der Großvater von Wolfgang Maurer (Besitzer des Hotels „Wolf´s Revier), 1870 eine Ausschankkonzession erhielt mit der Begründung, dass 100 Arbeiter, welche in den Steinbrüchen beschäftigt waren, sich dort stärken konnten.
Im Juli 2010 wurden von Jugendlichen aus 7 Nationen im Zuge eines Internationalen Workcamps (iJgd) zur Erinnerung an diese Tradition der Grubenweg als Wanderweg ausgeschildert. Er beginnt etwa 150 m nach der Seltenbachbrücke und führt durch das ehemalige Grubengelände Richtung Tiefenthal an der ehemaligen Bahnstrecke entlang. Nach ca. 1 km überquert er den Bahndamm und führt zu einem Steg zur Überquerung des Seltenbaches. Von dort aus verläuft er an dem Bach entlang bis zu der Metallbaufirma Maurer. Der Weg ist gekennzeichnet mit dem Handwerkszeichen der Steinhauer.